Donnerstag, 13. November 2008
Machen wir uns nichts vor...
...es geht mir nicht gut! Verdammt, so gerne ich es möchte, Gefühle verschwinden nicht einfach so. Der Schmerz verschwindet nicht einfach so. Der Stolz baut sich nicht einfach so mir nichts dir nicht wieder auf! Nein, mir gehts nicht gut!

Es geht auf und ab! Gestern war so ein Tag, da habe ich nur geweint, und nur an J. gedacht. Ich will die Starke sein, die alles was passiert ist mit einer gewissen Zynik hinnimmt, die darüber hinwegkommt, die einsieht, dass so nunmal das Leben ist. Aber es geht nicht einfach so. So sehr ich es versuche, ich bin verletzt, gekränkt, J. fehlt mir furchtbar!

Gestern habe ich, wie so ziemlich jede Nacht, wieder von ihm geträumt...wieder war im Traum alles in Ordnung und ich bin schweißgebadet aufgewacht und musste erkennen, so ist es nicht mehr! Das ist alles vorbei. Wie soll ich das bloß jemals realisieren?

2 Monate sind vergangen, seit J. sich von mir getrennt hat, und ich habe das Gefühl, nicht mal ein Tag ist es her, seit wir uns das letzte Mal geküsst haben, seit ich das letzte Mal glücklich war. Heute konnte ich schon wieder nicht besonders viel essen, den ganzen Tag war mir schlecht.

Hört das denn niemals auf? Ich will das gar nicht, ich will glücklich sein, ohne diese Last. Ich will mich wieder auf meine Arbeit konzentrieren können, wieder andere Dinge in mein Leben lassen und kanns einfach nicht. Ich vermisse J. so sehr...ich würde alles dafür tun, wenn ich doch nur die Zeit zurückdrehen und das alles ungeschehen machen könnte. Ich fühle mich so sehr gefangen im Jetzt, ich halte es kaum aus!

Ich habe auch niemanden mehr, mit dem ich darüber reden könnte, weil es meinen Freunden nach 2 Monaten nun mal langsam zum Hals raushängt. "Reiß dich zusammen, das wird schon wieder" ist sooo leicht gesagt, aber soooooooooooooooooooo schwer getan. Ich wünschte ich könnte meine Erinnerungen löschen und meine Gefühle. Einfach gar nichts mehr fühlen, das wärs.

Ich habe niemals einen Menschen richtig geliebt, außer J. Es war alles so einfach! Jemanden zu lieben, das bedeutet verletzlich zu sein. Der Person ausgeliefert zu sein, denn sie alleine bestimmt letztlich, ob man glücklich wird, oder enttäuscht.J. hat so viele schlimme, unverzeihliche Dinge getan. Das Schlimmste aber ist, dass er mich nicht liebt und es niemals tun wird. Und ich kann nichts daran ändern. Ich habe keinerlei Einfluss darauf.

Für J. ist das alles erledigt und vorbei, nicht einen Gedanken verschwendet er mehr an das, was war. Und ich? Ich lebe in der Vergangenheit, dreh mich im Kreis, komme einfach nicht vom Fleck. Wie gelähmt fühle ich mich an manchen Tagen. Wie solls denn nur weitergehen? Ich will das doch eigentlich gar nicht. Ich will nicht leiden. Ich muss nach vorne sehen, ich weiß das, aber eigentlich will ich das auch nicht, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass es etwas schöneres und lebenswerteres gibt, als das was hinter mir liegt.

Das widerspricht sich mit dem was ich sagte, dass J. so viele schlimme Dinge getan hat, mögen jetzt einige denken. Aber so ist es nicht...oder besser gesagt, so ist es jetzt, so war es nicht...damals als wir alle noch im T-shirt rumgerannt sind...und jetzt ist es Winter und all das ist vorbei! Und es ist so schwer zu verstehen...

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